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Patrick Konrad / Foto: Bora - hansgrohe/VeloImages

Patrick Konrad zu Österreichs Radsportler des Jahres 2019 gewählt

Zum ersten Mal in seiner Karriere wurde der Niederösterreicher Patrick Konrad von einer Fachjury zum Radsportler des Jahres in Österreich gewählt. Der 28-Jährige verwies in der seit 1995 vom Österreichischen Radsport-Verband ausgetragenen Wahl die Vorjahressiegerin Laura Stigger auf den zweiten Platz. Die Ränge drei und vier gingen an seine Teamkollegen Felix Großschartner und Gregor Mühlberger. Fünfte wurden die aktuellen Radballweltmeister Markus Bröll und Patrick Schnetzer aus Vorarlberg.

Mit einem deutlichen Vorsprung von 165 Punkten setzte sich Konrad (645 Punkte) gegenüber der Vorjahressiegerin (480 Punkte) durch. Die Fachjury belohnte damit die starke Saison des Niederösterreichers, der im Juni seinen ersten Profisieg bei den Nationalen Straßenmeisterschaften einfuhr. Zuvor begeisterte er schon als Dritter bei der Tour de Suisse, geschlagen nur vom späteren Toursieger Egan Bernal und Zeitfahrweltmeister Rohan Dennis. Konrad präsentierte sich aber nicht nur stark bei den Rundfahrten, sondern auch bei den Eintagesrennen, wurde Siebter beim Flèche Wallonne und Sechster beim Clásica Ciclista San Sebastian.

Der zweite Rang in der Wahl der Fachjury ging an die Tirolerin Stigger, die als jüngste Athletin im letzten Jahr den Titel als Österreichs Radsportlerin des Jahres errang. 2019 wechselte sie in die Klasse U23, gewann ihr erstes Weltcuprennen und holte jeweils die Silbermedaille bei den Welt- und Europameisterschaften.

Auch der Drittplatzierte Großschartner (470 Punkte) konnte 2019 auf eine tolle Saison zurückblicken. So gewann er sein erstes WorldTour-Rennen mit der Tour of Turkey und bewies bei vielen Rennen, dass er zur absoluten Weltelite der Rundfahrer gehört. Der 26-Jährige aus Marchtrenk fand sich immer wieder am Ende der einwöchigen Landesrundfahrten unter den besten Zehn der Gesamtwertung, so auch bei den prestigeträchtigen Rennen wie der Tour de Romandie, der Kalifornien-Rundfahrt oder der Czech Cycling Tour.

Sehr vielfältig präsentierte sich erneut das Ergebnis der Radsportler-Wahl 2019. Am fünften Platz landeten die Radball-Weltmeister Markus Bröll und Patrick Schnetzer, zum letzten Mal als gemeinsames Team, nachdem sich der 32-jährige Bröll nun aus dem Spitzensport zurückzog. Auch im vergangenen Jahr dominierte das Duo wieder die internationalen Turniere und holte sich mit einer starken Leistung in Basel erneut das Regenbogentrikot.

Dieses errang auch erneut die Salzburgerin Valentina Höll. Die Juniorin flitzte im Mountainbike-Downhill von Weltcupsieg zu Weltcupsieg und gewann überlegen die Goldmedaille in Kanada mit einem Vorsprung von 13 Sekunden auf ihre schnellste Verfolgerin. 2020 hat sie mit den Heimweltmeisterschaften in Saalfelden-Leogang ein großes Highlight am Programm.

Mit der Tirolerin Mona Mitterwallner und dem Niederösterreicher Alexander Hajek schafften es auch zwei vielversprechende Nachwuchstalente in die Top Ten des Votings. Die 18-Jährige holte zwei Silbermedaillen bei den Welt- und Europameisterschaften bei den Juniorinnen und Hajek konnte mit der Radjugendtour Oststeiermark eines der bestbesetzen Nachwuchsrennen gewinnen. Mit Walter Ablinger schaffte es auch ein Paracycling-Athlet unter die Top Ten. Der oberösterreichische Handbiker holte sich die Bronzemedaille im Einzelzeitfahren bei den Weltmeisterschaften.

0120 Wahl Sportler des Jahres Top 30

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