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David Trummer - Foto: Stefan Voitl

David Trummer holt Österreichs erste Elitemedaille im Downhill

Gleich zwei Vizeweltmeistertitel durften Österreichs Downhiller am Schlusstag der 33. UCI Weltmeisterschaften in Saalfelden Leogang feiern. Die 16-Jährige Oberösterreicherin Sophie Gutöhrle eroberte die Silbermedaille bei den Juniorinnen hinter der neuen Weltmeisterin aus Frankreich Lauryne Chappaz. Bei den Männern holte der 26-jährige Steirer David Trummer den zweiten Platz hinter dem Briten Reece Wilson.

"Die Medaille fühlt sich extrem geil an. Es dauert sicher noch ein paar Tage, bis ich das realisiere. Scheinbar sind so schwere Bedingungen und schwere Strecken genau meines. Als ich damals in Champery die Silbermedaille bei den Junioren geholt habe, waren die Verhältnisse ähnlich", erzählte Trummer und erinnerte sich dabei an 2011, wo er die historisch erste Medaille im Downhill für Österreich gewann.

Als siebtletzter Fahrer lieferte er einen fast fehlerfreien Lauf bei den ganz schwierigen Bedingungen auf der Speedster Strecke am Asitzkogel ab. Hinter Wilson landete der Steirer auf dem zweiten Zwischenrang und musste die Läufe der sechs besten Fahrer der Weltrangliste noch abwarten: "Im Ziel wartend war ich nervöser als am Start. Die Schlüsselstelle war der untere Wald heute. Ich wusste, wenn ich bis dorthin ohne große Fehler bleibe, dann muss ich es ganz ruhig angehen und am Rad sitzen bleiben. Ich durfte keine Zeit verlieren und musste immer die Geschwindigkeit halten. Das war die Devise dort und das ist mir anscheinend gut gelungen."

Bis zum "Verzauberten Wald", wie die schwierige untere Sektion in Leogang heißt, lief es auch für Andreas Kolb noch gut. Dort kam der 24-jährige Steirer aber zu Sturz, wie viele der 80 Finalteilnehmer. "Ich bin in meinem Leben noch nie so ein schweres Rennen gefahren. Teilweise sind wir mit den Pedalen aufgesessen in den Kurven. Es war am Limit heute", erzählte Kolb, der nach seinem Sturz dann das Rennen auf Rang 65 beendete.

Verletzungspech für Höll

Mit einem Schock begann der Finaltag für Österreichs Team. Noch vor dem entscheidenden Finallauf am Sonntag waren für Valentina Höll die Weltmeisterschaften beendet. Die Salzburgerin kam beim Einfahren vor dem Rennen zu Sturz und verletzte sich am Sprunggelenk und wurde zur näheren Untersuchung ins Krankenhaus von Zell am See gebracht.

Am vorletzten Sprung der Speedster Strecke, dem so genannten Epic Gap, kam die Saalbacherin etwas zu früh auf, landete am Hinterrad, überschlug sich und musste mit geschwollenem Knöchel in das Krankenhaus nach Zell am See gebracht werden. Dort wurde festgestellt, dass sich Höll zwei Bänder gerissen und eine Knochenabsplitterung im Sprunggelenk zugezogen hat.

Eine weitere Nachuntersuchung folgt dann bei Fachärzten in Salzburg am Montag. "Ich bin das ganze Wochenende gut gefahren und das haben auch alle anderen gesehen wie stark ich unterwegs war", berichtete die 18-Jährige, die das Rennen der Frauen dann schon wieder zu Hause am Fernseher verfolgte. In Abwesenheit der Salzburgerin gewann die Schweizerin Camille Balanche. Die Steirerin Marlena Neissl landete auf Platz 16.

Downhill Elite Frauen:
GOLD: Camille Balanche (SUI) 5:08.426
SILBER: Myriam Nicole (FRA) + 3.130
BRONZE: Monika Hrastnik (SLO) + 16.966
16. Marlena Neissl (AUT) + 3:15.685

Downhill Elite Männer:
GOLD: Reece Wilson (GBR) 3:51.243
SILBER: David Trummer (AUT) + 3.197
BRONZE: Remi Thirion (FRA) + 5.953
65. Andreas Kolb (AUT) + 1:05.384
66. Stefan Mauser (AUT) + 1:05.409

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