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Krizek, Zoidl, Rabitsch und Grossek - Foto: Maringer

Felbermayr Simplon Wels präsentiert 10-Mann-Kader für das Jahr 2020

Im Welios, einem Museum und Erlebniszentrum in Wels, der Heimatstadt vom Team Felbermayr Simplon Wels, fand am Dienstagabend die offizielle Mannschaftspräsentation der Kontinentaltruppe aus Oberösterreich statt. Insgesamt zehn Fahrer umfasst der Kader, davon gab es gleich sieben Neuzugänge zu vermelden.

Denn nur Stephan Rabitsch, Matthias Krizek und der Slowene Andi Bajc bekamen ihre Verträge verlängert. Mit Sprinter Filippo Fortin und Bergfahrer Riccardo Zoidl kehrten nicht nur zwei bekannte Gesichter zum Team zurück, sondern auch zwei wichtige Kapitäne. Der 31-jährige Venetier kehrte nach einem Jahr bei Cofidis wieder zurück nach Österreich, nachdem er sieglos blieb und die französische Equipe den Wiederaufstieg in die WorldTour schaffte. Aus dieser kommt Zoidl zurück, der einige gute Resultate 2019 für CCC erzielte, insgesamt aber ein wenig glücklos agierte.

Ebenfalls neu im Team sind die drei Österreicher Moran Vermeulen, Thomas Umhaller sowie Manuel Bosch als auch der Deutsche Fabian Schormair und der Slowene Ziga Groselj. Geleitet wird die Mannschaft weiterhin von Andreas Grossek und Matej Marin. Das große Ziel der Welser ist ein sportliches, aber auch finanzielles. Denn in der Saison sollen die Weichen gelegt werden um auf die ProContinental-Ebene aufzusteigen. „Organisatorisch sind wir gut aufgestellt, es fehlt aber noch am finanziellen Support. Wir bräuchten wohl das vier- bis fünffache Budget vom aktuellen, da einfach im personellen Bereich viele Auflagen seitens der UCI erfüllt werden müssen“, erklärte Paul Resch, einer der vier Gesellschafter des Teams und Präsident des oberösterreichischen Landesverbandes.

Dass das Team die sportlichen Voraussetzungen erfüllen kann, bewiesen sie in den letzten Jahren mit starken Auftritten und Rundfahrtsiegen. „Ich möchte der Mannschaft helfen, dass wir 2021 in eine höhere Kategorie aufsteigen. Da zählt jeder Erfolg, den wir verbuchen können“, berichtete Heimkehrer Zoidl, der sein Jahr nicht voll auf die Österreich Rundfahrt auslegen will: „Ich möchte bei jedem Rennen, an dem ich teilnehme und das mir entgegenkommt, vorne dabei sein.“

Mit den Olympischen Spielen warten im Sommer ein zusätzliches Highlight. Eines, an dem auch Zoidl noch nicht teilgenommen hat: „Es wird aber sehr schwer werden, da ich mich gegen die ganzen World-Tour-Profis aus Österreich beweisen muss. Meine Chance wäre wohl eher das Einzelzeitfahren, das schwer ist und mir entgegenkommen würde. Ich glaube aber, es ist sehr vom Qualifikationsmodus abhängig.“

Zuletzt feierte Zoidl bei der Antalya-Rundfahrt seinen ersten Saisonerfolg, als er die Bergankunft der dritten Etappe für sich entscheiden konnte. „Ich bin schon lange nicht mehr so gut in die Saison gestartet. Ich habe im Winter das Training umgestellt und das gibt mir jetzt viel Motivation für die nächsten Rennen“, berichtete der 31-Jährige, dessen erstes Saisonhighlight wohl die Tour of the Alps sein wird.

Ein Höhentraining wird der starke Kletterer, der 2016 in der Gesamtwertung Rang 16 belegte, aber nicht einlegen davor: „Wir haben einige Rennen zu absolvieren, darum werde ich nicht in die Höhe gehen. Das würde auch zu der Jahreszeit nicht passen. Was ich aber definitiv machen werde, ist, dass ich mir einige Etappen genau ansehe davor.“

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