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Lukas Pöstlberger - Foto: Bora - hansgrohe/Bettiniphoto

Pöstlberger bei erstem Belgien-Klassiker voll dabei

Am Ende spiegelte der 20. Platz von Lukas Pöstlberger (Bora – hansgrohe) beim ersten schweren belgischen Klassiker des Jahres, dem 200 Kilometer langen Omloop Het Nieuwsblad, nicht die gezeigte Leistung wieder. Das erklärte der 28-Jährige in einem Zielinterview gegenüber dem Cyclingmagazine. Denn der Oberösterreicher im Dienste des deutschen WorldTeams war mit einer Kapitänsrolle ausgestattet worden und zeigte ein aktives Rennen und lange Zeit in der Spitzengruppe unterwegs.

„Ich hätte ein Podium angepeilt, hatte die Beine dazu, aber muss wohl meine taktischen Fähigkeiten noch verbessern“, analysierte der Giroetappensieger und fügte an: „Das Rennen war sehr sehr schwer. Angefangen hat es nach gut 60 Kilometern mit der ersten Windkante und von da an weg war bis zum Ziel richtig Radrennen.“

Ein Radrennen, dem auch Pöstlberger seinen Stempel aufzudrücken versuchte. Immer wieder war er gut platziert in den vordersten Gruppen, doch als sich der entscheidende Angriff löste, fand er sich mit seinem Team gerade in der Unterzahl, da sein starker Teamkollege Jempy Drucker aus Luxemburg mit einem Defekt zurückfiel: „Das war genau an der Padderstraat, genau als das Grande Casino stattfand, die Vorentscheidung des Rennens.“

Dort löste sich eine kleine Gruppe mit dem späteren Sieger Jasper Stuyven aus Belgien. „Dann habe ich leider eine taktische Fehlentscheidung getroffen, habe ein wenig zu viel gepokert“, erklärte der Österreicher, der versuchte mit einer Attacke wieder aufzuschließen, nachdem er die Hoffnung auf ein Topergebnis noch nicht aufgegeben hatte: „Die war da, weil es war Rückenwind und du hast noch frischere Beine und kannst dadurch noch einen härteren Gang fahren.“

Der 28-Jährige bekamen einen prominenten Unterstützer nach dem anderen, sogar der mehrfache Crossweltmeister Wout Van Aert stieß zur vom Österreicher angeführten Verfolgergruppe vor und der Abstand auf die Spitze betrug nur mehr knapp eine Minute. „Doch dann rollte das verbliebene Feld um Quick-Step wieder ran und für uns war wieder alles neutralisiert“, erinnerte sich Pöstlberger, der dann die legendäre Muur von Geraadsbergen hinauf nicht mehr das Tempo der Verfolger mitgehen konnte: „Wer da noch frisch war, ist vorne drübergefahren“.

Die weiteren beiden Österreicher beim Omloop, der Oberösterreicher Michael Gogl (NTT) und der Tiroler Patrick Gamper (Bora – hansgrohe) beendeten das Rennen nicht. Das rot-weiß-rote Trio ist aber am Sonntag noch einmal im Einsatz in Belgien, bei der 72. Austragung von Kuurne-Brüssel-Kuurne.

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