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Felix Großschartner - Foto: Bora-hansgrohe/BettiniPhoto

Großschartner Gesamtvierter vor Bergfinale bei Paris-Nizza

Wer kaltes Wetter und Berge liebt, dem kann Paris-Nizza ja eigentlich nur gefallen. Und so ergibt es sich, dass Felix Großschartner (Bora – hansgrohe) das "Rennen zur Sonne" zu seinen Lieblingsevents des Jahres zählt. Zum dritten Mal in seiner Karriere bestreitet er die Fernfahrt vom Großraum Paris in den Süden Frankreichs, und nach den Rängen 10 (2018) und 12 (2019) winkt dieses Jahr wohl noch ein besseres Resultat.

Denn vor der 7. und nach der gestrigen A.S.O.-Entscheidung auch letzten Etappe liegt der junge Österreicher auf Rang vier in der Gesamtwertung, 1:01 Minuten hinter seinem Teamkollegen Maximilian Schachmann, der das Gelbe Trikot in den letzten Tagesabschnitt trägt. Ob bei den Windkanten der ersten Tage, im Zeitfahren oder auf den hügeligen und bergigen Abschnitten, Großschartner zeigt bisher eine starke Rundfahrt, platzierte sich nie schlechter als Rang 22. Und auch immer wieder arbeitet der 26-Jährige fleißig für seinen deutschen Teamkollegen, der seit seinem Sieg auf der 1. Etappe das Führungstrikot trägt.

"Es ist zäh, wenn man nur zu dritt ist auf so einer schweren Etappe wie gestern. Und da musst du dich auch als Dritter der Gesamtwertung aufopfern. Aber es ist ja logisch, denn Max kann die Rundfahrt auch gewinnen", erklärte der Marchtrenker, der seine eigenen Ambitionen auf einen Gesamtsieg zurücksteckt. Clever konterte er am Freitag eine Attacke des Luxemburgers Bob Jungels (Deceuninck – Quick-Step) und beschäftigte somit lange Zeit im Finale Schachmanns Kontrahenten, die sich in die Verfolgung einspannen mussten: "Wir haben alles versucht, ich denke es war ein smarter Move, dass ich am Ende nochmals weggefahren bin. Sonst hätten wir fahren müssen, so haben wir die anderen in Bedrängnis gebracht.“

Glück im Unglück hatte Bora - hansgrohe dann, als sich Schachmann kurz vor dem Ziel in einer Kurve verschätzte und in eine Absperrung und die dahinterstehende Hausmauer fuhr. "Zum Glück ist beim Sturz nichts passiert und wir bekamen alle die gleiche Zeit", erklärte Großschartner, der den Tag als Elfter mit einem Rückstand von 22 Sekunden auf Tagessieger Tiesj Benoot (Sunweb) abschloss.

In der Gesamtwertung rutschte er vom dritten auf den vierten Platz zurück, und zwar aufgrund der Bonussekunden, die der Kolumbianer Sergio Higuita (EF Pro Cycling) sammelte. "Vierter bin ich schon oft geworden, auch meistens knapp um wenige Sekunden. Das zipft mich immer an", gestand Großschartner, der auf der 7. Etappe aber noch einmal um einen Platz am Podium des wohl für längere Zeit letzten Rennes kämpfen kann.

Denn von Nizza aus geht es am neuen Schlusstag der Fernfahrt über eine bergige Strecke hinauf nach Valdeblore La Colmiane auf 1.500 Meter. 16,3 Kilometer lang ist allein der Schlussanstieg: "Das ist eine richtige Bergankunft, da kann sich einiges ändern. Auch hinter mir liegen noch starke Bergfahrer, von dem her kann sich das Klassement noch einmal drehen", blickte Großschartner voraus und fügte an: "Das Hauptziel ist die Verteidigung des Gelben Trikots von Max."

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