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von li. nach re.: Alina Reichert, Kathrin Schweinberger, Anna Badegruber, Gabriele Erharter, Christina Schweinberger, Tina Berger-Schauer (Credit: Peter Maurer)

Österreichs Radsportlerinnen jagen WM-Traum bei Austrian Time Trial Series

Am 28. Juli begann auf der Postalm in Salzburg die Austrian Time Trial Series, eine sieben Rennen umfassende Zeitfahrserie, die vom Österreichischen Radsportverband speziell auf die Anforderungen der aktuellen Maßnahmen und Verordnungen zu Corona entwickelt wurde. Ein besonderes Zuckerl kann es dabei für die teilnehmenden Frauen geben, denn es winken zwei Startplätze in der Teamstaffel bei den Ende September stattfindenden Weltmeisterschaften in Aigle in der Schweiz.

Damit können sich die Teilnehmerinnen direkt für das Nationalteam empfehlen und qualifizieren und dann in der Schweiz an der Seite von Österreichs Topfahrern in den Mannschaftsbewerb geben. „Wir haben uns überlegt, wie wir in dieser schwierigen Zeit für unsere Athleten etwas Besonderes machen können. Bei den Männern haben wir international gute Spezialisten, bei den Frauen mit der EM-Fünften Anna Kiesenhofer eine. Wenn wir aus der Austrian Time Trial Series noch zwei weitere talentierte Fahrerinnen generieren können, haben wir für unsere Premiere eine gute Mannschaft", erklärte ÖRV-Sportdirektor Christoph Peprnicek zu dem Vorhaben des Verbandes.

Zum zweiten Mal in der Geschichte wird bei den Straßen-Weltmeisterschaften im Schweizerischen Aigle-Martigny das Mixed-Team-Zeitfahren ausgetragen. Drei Männer und drei Frauen treten dabei den Kampf gegen die Uhr und gegen die anderen Nationen an. 2020 stellt der Österreichische Radsport-Verband erstmals eine Mannschaft. „Wir wollen mit dem Projekt auch den Frauenradsport in Österreich stärken und fördern. In den letzten Jahren waren es auch viele Quereinsteigerinnen, die die österreichischen Farben bei den Großveranstaltungen trugen", berichtete Peprnicek weiter.

Nun will man bei der neuen Zeitfahrserie gezielt nach talentierten Athletinnen suchen. „Es gibt bei den Männern sechs Continentalmannschaften, aber kein einziges Frauenteam aus Österreich. Der Weg in den Spitzensport ist dadurch viel schwieriger für die Frauen. Hier haben sie nun eine Bühne, wo sie sich präsentieren können", so Peprnicek.

„Im Endeffekt kann es sogar eine ambitionierte Hobbysportlerin schaffen, sich für das Nationalteam zuempfehlen und dann in der Schweiz in einem Team mit unseren absoluten Topfahrern wie etwa Patrick Konrad oder Felix Großschartner fahren. Das ist eine großartige Geschichte", freut sich Harald J. Mayer, Präsendet des Österreichischen Radsportverbandes. Vor allem die ersten vier Stationen der Serie werden für das Scouting der beiden WM-Teilnehmerinnen, dass von einem Trainergremium des ÖRV vorgenommen wird, entscheidend sein

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