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Gregor Mühlberger / Bora-hansgrohe/Bettiniphoto

Gogl und Mühlberger bei Strade Bianche inmitten der Topstars auf den Rängen neun und elf

Weiterhin im Hoch befinden sich Österreichs internationale Radprofis zum Auftakt der ersten großen Rennen des Radkalenders nach dem Re-Start. Beim italienischen Eintagesklassiker Strade Bianche landete Michael Gogl (Team NTT) auf Rang neun, Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe) wurde Elfter. Der Sieg ging an den Belgier Wout Van Aert (Jumbo-Visma).

„Es war die Hölle, eigentlich geisteskrank um ehrlich zu sein“, schnaufte Gogl im Ziel. Der Wolfsegger zeigte eines der besten Rennen seiner Karriere und kämpfte bis zu den letzten Sektoren sogar noch um den Tagessieg beim Rennen über die weißen Schotterstraßen der Toskana mit. Erstmals bekam der 26-Jährige bei einem WorldTour-Rennen die Kapitänsrolle zugesprochen und füllte diese auch perfekt aus. 50 Kilometer vor dem Ziel attackierte er auf einem der in diesem Jahr extrem staubigen Schotterabschnitte sogar und brachte so manchen Favoriten ins Wackeln. Am Ende fiel er aber aus der Spitzengruppe zurück, kämpfte an der Seite von Ex-Sieger Zdenek Stybar (Deceuninck-Quick Step) lange um den Anschluss an die sechsköpfige Gruppe rund um den späteren Sieger Zdenek Stybar.

„Das war einer der härtesten Tage meiner Karriere bislang. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich bin sehr dankbar über die Möglichkeit, mich als Kapitän bei so einem großen Rennen zu beweisen“, erzählte der Wolfsegger weiter. Auf den staubigen Straßen hatte er, wie viele andere auch, vor allem mit Defekten zu kämpfen: „Es war wie erwartet das chaotische Rennen. Zweimal musste ich das Rad wechseln. Mein Teamkollege Roman Kreuziger hat mir zum Glück geholfen, denn sonst hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt, bis ins Finale noch so mitzukämpfen.“

Den Piazza del Campo in Siena erreichte er dann als Neunter, nur einen Rang hinter Olympiasieger Greg van Avermaet. Knapp dahinter landete sein Landsmann Mühlberger, der Elfter wurde. Auch der gebürtige Haidershofener lag lange gut platziert, wurde aber auch von Defekten zurückgeworfen. „Leider hat es mich schon früh mit einem Sturz und einem mechanischen Problem erwischt. Das ließ mich zu Anfang zu viel leiden“, berichtete Mühlberger, der zuletzt in Rumänien die Sibiu-Rundfahrt für sich entscheiden konnte. Für den Bora-Profi geht es am Mittwoch in Italien weiter, wo er am Rennen Mailand-Turin teilnimmt.

Leider zwei Stürze musste Sebastian Schönberger (B&B Hotels-Vital Concept) hinnehmen. „Das Glück war nicht auf meiner Seite heute. Die Beine haben gut gedreht, aber schon im fünften Sektor bin ich über einen Kontrahenten geflogen, der vor mir stürzte. Als ich das Loch zufahren wollte, habe ich zu viel riskiert und lag wieder am Boden“, so der 26-Jährige, der dann das Rennen vorzeitig beendete, aber zum Glück keine großen Verletzungen davontrug. Für den Innviertler warten nun einige Tage zu Hause, ehe es dann zu einigen Rennen in Frankreich geht.

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