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Patrick Konrad - Foto: Bora-hansgrohe/VeloImages

Konrad, Großschartner, Gogl, Pernsteiner und Schönberger bei Paris-Nizza im Einsatz

Mit gleich fünf Österreichern beginnt am Sonntag die Radfernfahrt Paris-Nizza. Mit durchaus unterschiedlichen Aufgaben ist das Quintett, bestehend aus Felix Großschartner, Patrick Konrad (beide Bora – hansgrohe), Hermann Pernsteiner (Bahrain – Merida), Michael Gogl (NTT) und Sebastian Schönberger (B&B Hotels – Vitalconcept), in ihren Mannschaften betraut.

„Die Form ist okay, aber noch ein weiter Weg zum absoluten Top. Ich bin aber hier um Konni und Schachi zu unterstützen und dann schauen wir mal, was so geht“, berichtete Großschartner, der in den letzten Jahren mit den Rängen 12 und 10 in der Gesamtwertung immer wieder gut platziert war beim Rennen zur Sonne, wie die achttägige Fernfahrt von Paris nach Nizza auch genannt wird.

„Es ist eines der größten Rennen des Jahres. Da will jeder, der am Start steht auch gut fahren“, erklärte Konrad, vor zwei Jahren Gesamtsiebter der Rundfahrt. Gemeinsam mit Maximilian Schachmann wird er das achtköpfige Aufgebot von Bora – hansgrohe anführen, in dem sich auch die starken Sprinter Pascal Ackermann und Peter Sagan finden. Im Kampf um das Gesamtklassement wird sich der 28-jährige Niederösterreicher, der im Vorjahr Dritter der Tour de Suisse wurde mit starken Gegnern auseinandersetzen müssen.

So finden sich Richie Porte, Vincenzo Nibali (beide Trek – Segafredo) Nairo Quintana (Arkea – Samsic), Thibaut Pinot (Groupama – FDJ), Julian Alaphilippe (Deceuninck – Quick-Step), Romain Bardet (AG2R La Mondiale), Philippe Gilbert (Lotto Soudal) oder Dylan Teuns (Bahrain – Merida) in den Aufgeboten ihrer Teams. Aber Konrad, der zuletzt bei der nach fünf Tagen abgebrochenen UAE Tour auf Gesamtrang 13 landete, hat einiges vor bei Paris – Nizza: „Mit der UAE Tour war ich nicht unzufrieden, möchte aber noch bessere Ergebnisse einfahren.“

Sein großes Saisonziel in der ersten Hälfte des Jahres ist der Giro d’Italia, der kurz nach dem Start in Budapest auf der zweiten Etappe sogar nahe an seine Wahlheimat das Burgenland führt. Nach dem Ausfall der italienischen Frühlingsrennen oder der Absage der Romandie-Rundfahrt wackeln auch andere Vorbereitungsrennen zurzeit. Aber Konrad gibt sich da entspannt: „Auf Hinblick auf den Giro bin ich eigentlich relaxed. Ich kann nichts erzwingen, bin fokussiert und versuche mich sowieso auf jedes Rennen bestmöglich vorzubereiten“.

Direkt vom Trainingslager in Teneriffa stieß Pernsteiner nach Paris. „Es war eine sehr kurzfristige Einberufung für mich, da eigentlich nicht vorgesehen war, dass ich das Rennen fahre. Ich kam erst am Montag retour und bin gespannt, wie es mir jetzt geht“, erzählte der 29-jährige Niederösterreicher. Der starke Kletterer aus der Buckeligen Welt wird vor allem in der zweiten, bergigen Hälfte des achttägigen Etappenrennens für seine Mannschaft zum Einsatz kommen: „Mit Dylan Teuns und Pello Bilbao haben wir zwei starke Leader und das ganze Team ist auf die beiden ausgerichtet. Meine Aufgabe wird sein, sie in den letzten vier Etappen in den Bergen so gut es geht zu unterstützen.“

Eine kleine Odyssee hatte der 26-jährige Gogl hinter sich zu bringen bei der Anreise nach Paris. Ähnlich wie Pernsteiner war auch für ihn eigentlich Tirreno-Adriatico im Rennplan vorgesehen gewesen. Am Samstag um 7:00 Uhr morgens saß der Oberösterreicher schon im Flieger nach Frankfurt, als dieser ersatzlos gestrichen wurde: „Ich habe an Bord schon geschlafen“, nahm Gogl es mit Galgenhumor. Mit dem Taxi ging es dann vom Flughafen in Linz zum Bahnhof und mit dem Zug nach Wien, da das Team mittlerweile einen neuen Transportweg nach Paris über Wien buchte: „Es folgten dann noch 40 Minuten Taxitransfer ins Hotel und dann sind sich sogar noch zwei Stunden Radfahren ausgegangen“, lachte Gogl über seine nicht einfache Anreise zum Start von Paris-Nizza am Samstag.

Als fünfter Österreicher wird Sebastian Schönberger für den französischen Zweitdivisionär B&B Hotels – Vitalconcept das Rennen zur Sonne bestreiten. Eigentlich hatte seine Mannschaft ja nicht einmal eine Einladung erhalten, aber aufgrund der Absagen einiger Teams rückten die Bretonen zurück ins Starterfeld. „Die Nichteinladung traf uns schon hart, aber nachdem es gleichzeitig mit der Wildcard für die Tour de France kam, war es zu verschmerzen und nun stehen wir ja auch wieder im Starterfeld für Paris-Nizza, was eines der Rennhighlights des Jahres für uns ist.

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