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Durchwachsener Saisonstart der ÖRV U23-Nationalmannschaft

Nach dem misslungenen Saisoneinstieg des ÖRV U 23-Nationalteams bei der Ronde van Vlaanderen Beloften (UCI-Kat. 1.Ncup) mit Start und Ziel in der flämischen Radsporthochburg Oudenaarde - Andreas Hofer, Patrick Konrad und Martin Weiss wurden durch Materialschäden aus dem Rennen geworfen, Lukas Pöstlberger (66./+ 8.49) und Maximilian Kuen (83./

+ 4.13) mussten große Rückstände in Kauf nehmen, lediglich Stephan Rabitsch hielt sich bis zuletzt in der Spitzengruppe, kam allerdings bei der 5-km-Marke schwer zu Sturz, verpasste damit seine durchaus intakten Chancen auf einen Spitzenrang und fand sich als bester heimischer Vertreter als 61. (+ 5.19) auf der Resultatliste - lief es beim zweiten Antreten, der

"Côte Picarde" (UCI-Kat. 1.Ncup) in dieser nordwestfranzösischen Region wesentlich besser.

Nach einem hektischen Rennen, geprägt von einer Unzahl an Defekten (das ÖRV-Team musste insgesamt sechs Mal Laufräder wechseln) und zahlreichen Stürzen, sicherten Andreas Hofer und Patrick Konrad mit den Plätzen 14 und 15, nur wenige Sekunden hinter einer 5-köpfigen Spitzengruppe (Sieger der australische Senkrechtstarter Caleb Ewan/Jahrgang 94), die Teil-nahme an der Tour de l´Avenir, der "Tour de France" für die Kategorie U 23.

Auch der wieder sich stark präsentierende Rabitsch (53.) und Staatsmeister Pöstlberger (38.) behaupteten sich im nur mehr rund fünfzig Mann umfassenden Peloton (Starteranzahl: 146).

Die beiden Tiroler Weiss und Kuen gerieten erst in der anspruchsvollen Lokalrunde ins Hintertreffen und wurden als 93. bzw. 94. gewertet (+ 5.20).

Der junge Staatsmeister Pöstlberger sorgte allerdings für einige bange Stunden. Auf der holprigen Zielgeraden wurde er von einem norwegischen Mitkonkurrenten zu Boden gerissen.

Erst nach einem langen Check-up im Krankenhaus von Abbéville konnte Entwarnung gegeben werden. Abgesehen von zahlreichen Schürfwunden, Prellungen und einem Cut über dem Auge, das ihm ein Aussehen verleiht, als hätten sich die Brüder Klitschko in böser Absicht genähert, kam er noch relativ glimpflich davon.

Die ökonomische und politische Krise im südlichen Nachbarland Italien schlägt auch im Radsportsektor voll durch. Das Ncup-Etappenrennen "Toscana - Terra di Ciclismo", bei dem noch 2011 Georg Preidler einen überraschenden Gesamtsieg feierte, wurde aus finanziellen Gründen kurzfristig abgesagt.

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